(1) Antimikrobielle Peptide von Insekten: Insekten stellen die größte Gruppe von Organismen dar und die Anzahl der von ihnen produzierten antimikrobiellen Peptide ist immens. Bisher wurden über 200 Arten antimikrobieller Insektenpeptide in acht Ordnungen identifiziert, darunter Lepidoptera, Diptera, Coleoptera und Odonata; Bemerkenswerterweise wurden allein aus der Seidenraupe (*Bombyx mori*) 40 antimikrobielle Peptidgene isoliert.
(2) Antimikrobielle Peptide von Säugetieren: Das antimikrobielle Peptid Cecropin P1 von Säugetieren wurde erstmals 1989 aus dem Dünndarm eines Schweins isoliert. Derzeit wurden mindestens 18 Arten von Schweinen, 30 von Schafen und 30 von Rindern isoliert.
(3) Antimikrobielle Amphibienpeptide: Amphibien besitzen nackte Haut, die mehrere Funktionen erfüllt. Ihre Hautsekrete enthalten eine Vielzahl bioaktiver Peptide mit unterschiedlichen biologischen Aktivitäten; Die meisten davon weisen antimikrobielle Eigenschaften auf. Sie stellen eine alte und wirksame Form der natürlichen Abwehr dar und werden allgemein als antimikrobielle Peptide klassifiziert.
(4) Antimikrobielle Peptide aus Fischen, Weichtieren und Krebstieren: Pardaxin, ein Peptid mit 35 -Aminosäuren-, das 1986 aus der Moses-Seezunge (*Pardachirus marmoratus*) isoliert wurde, war das erste aus Fisch isolierte antimikrobielle Peptid mit einer amphipathischen, kationischen -helikalen Struktur, die zur Membranpermeabilisierung fähig ist. Es fungiert als ionisches Neurotoxin und es wurde eine Reihe abgeleiteter Peptide entwickelt, die eine stärkere antimikrobielle Aktivität-und eine geringere hämolytische Aktivität aufweisen als Melittin.
(5) Pflanzliche antimikrobielle Peptide: Pflanzen produzieren auch antimikrobielle Peptide, die strukturell den Defensinen ähneln, die in Insekten und Säugetieren vorkommen; diese werden als pflanzliche Defensine bezeichnet. Die meisten pflanzlichen antimikrobiellen Peptide sind hochwirksam gegen Pflanzenpathogene, einige zeigen jedoch auch Toxizität gegenüber Gram-positiven und Gram{3}}negativen Bakterien, Pilzen, Hefen und Säugetierzellen. Thionine waren die ersten antimikrobiellen Peptide, die aus Pflanzen isoliert wurden.
(6) Bakterielle antimikrobielle Peptide: Auch als Bakteriozine bekannt, umfassen diese sowohl kationische als auch neutrale Peptide und werden sowohl von gram-positiven als auch gram-negativen Bakterien sezerniert. In Bakterien wurden vier Arten antimikrobieller Peptide identifiziert: Bacitracin, Gramicidin S, Polymyxin E und Nisin.